Geschichte

Die Anfänge unserer Gemeinde… Anfang des 20. Jahrhunderts

Ein junger Philologe kam im Allianzhaus in Bad Blankenburg zum Glauben. Er erlebte Gebetsgemeinschaften mit Pastor Modersohn und gründete am 03. November 1911 einen Gebetskreis im Gasthaus “Deutsches Haus”.

 

14. April 1912Der erste Prediger, Hermann Günther aus Falkenstein/V. wurde in sein Amt eingeführt. Im gleichen Jahr folgte die erste Evangelisation mit Pastor Ernst Modersohn aus Bad Blankenburg.
1914-1918Erster Weltkrieg Das Lokal in der Grietgasse war erdrückend voll, anfänglich gab es Kriegsgebetsstunden.
1. August 1917Die erste Diakonisse Schwester Sophie Meyer wurde angestellt.
17. Februar 1919Erwerb des jetzgen Gemeinschaftshauses in der Wagnergasse 28 (ehemaliger Maskenverleih).
1928Umbau des gesamten Erdgeschosses zum heutigen Gemeindesaal. Nun gab es Platz für 350-400 Personen.
14.08.1934 bis 1944war der Prediger Walther Böckel in der Gemeinschaft tätig. In der wirtschaftlichen Notzeit von 1943-1947 wurde von jedem Besucher pro Veranstaltung ein Brikett erbeten.
1945 - 1990 (DDR-Zeit)Trotz staatlicher Reglementierung gab es kontinuierlich Kinder- und Jugendarbeit mit vielen Aktivitäten wie Freizeiten, Musik, Sport und diakonischen Einsätzen.
Nach dem Fall der MauerHilfstransporte und Unterstützung von Gemeindearbeit in Ost-Europa.
1992 - 1995Sanierung und Umbau des Gemeinschaftshauses.
2004Bibelausstellung in der Goethegalerie
2008Sanierung und Umbau des Dachgeschosses zur Studenten-WG.
2011100-jähriges Jubiläum der Landeskirchlichen Gemeinschaft mit diversen Kinder- und Familienfesten, Jubiläumsgottesdiensten, Vortragsreihen u.a. mit Arno Backhaus.

Aus der Geschichte der Gemeinschaftsbewegung…

Pietismus: “… eine Bewegung innerhalb der reformatorischen Kirchen, die anstelle einer kühl-formalen Rechtsgläubigkeit wieder die echte Herzensfrömmigkeit und Glaubenstiefe zur Geltung brachte.”

Die Wurzeln oder Herkunft der Gemeinschaftsbewegung liegen ganz im neuen Testament

begründet. Das heißt, wir sind ein Teil der Kirche, die es seit Jesus Christus gibt.

Die Erkenntnisse und Gedanken Martin Luthers im Hinblick auf die Bibel, den Glauben an Jesus Christus und die Barmherzigkeit Gottes ist unser Bekenntnis. So haben die Landeskirchlichen Gemeinschaften ihre Wurzeln direkt in der Reformation Martin Luthers (1483 – 1546).

Er hat durch die Verkündigung und Auslegung der Bibel mit dazu beigetragen, daß dieser Dienst, den wir heute als Auftrag Gottes an uns sehen, gewachsen und entstanden ist. So kam es Martin Luther immer wieder auf eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus an. Ebenso unterstrich er den sogenannten “Laiendienst” der Gläubigen in der Gemeinde.

Weiterhin sind aber auch die Erneuerungsbewegungen des Pietismus mit an der Entstehung der Gemeinschaftsarbeit massgeblich beteiligt. Ein Führer des deutschen Pietismus war Philipp Jacob Spener (1635 – 1705). Durch seine theologische Klarheit, die er auch in einer Predigtreihe wiederholt überarbeitete, legte er mit die Grundlage für eine Erneuerungs- und Erweckungsbewegung. Hauptanliegen war ihm dabei, daß jeder Christ, ob Pfarrer oder Gläubiger, eine Wiedergeburt im Glauben erfährt.

 

Im 19. Jahrhundert wurde durch die “Erweckungsbewegungen”, die u.a. aus England auch nach Deutschland kamen, ein weiterer Grundstein der heutigen Gemeinschaftsbewegung gelegt. Die Botschaft war klar: Eine persönliche Entscheidung und Beziehung zu Gott. Ein Begründer des damaligen “Deutschen Evangelisationsvereins” war Theodor Christlieb (1833 – 1889).

 

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